Presse

Chemnitz; Der Stadtstreicher: "Eine Sängerin an unserer Oper" von Eske Bockelmann

Aber Sophia Maeno bleibt auch ihrem früheren Vokal-Fach treu und erarbeitet sich Liederabende, die man erlebt haben muss. Ich greife nur einmal den Abend heraus, der jemanden von einem Juwel sprechen ließ. Zusammen mit ihrer Pianistin Maša Novosel hat Sophia Maeno dafür Tagebuchnotizen aus dem 15. bis zum jüngstvergangenen Jahrhundert versammelt und in Tönen und Gesang lebendig werden lassen: in sich versunkene Gedanken, Hoffnungen, Ängste und Beobachtungen, die einen erstaunlich großen, aber bezwingend sich schließenden Bogen ergeben. (...) - so sehr sind sie sich einig in ihrem Ton und einig darin, wie sie Gesang und Klavierpart einander zwar ergänzen, aber doch beide wie je für sich sprechen lassen. (...) Das ist in jedem der Töne, die Sophia Maeno so ausdrucksvoll gestaltet, außerordentlich bewegend.

Chemnitz: „Die Hochzeit des Figaro“

Vollkommen begeisterte Sophia Maeno, die den Cherubino mit einer Vielzahl fein komischer Nuancen anreicherte, ohne die Figur jemals preiszugeben  ein junger Mann, der sich als Liebhaber gewiss seine Sporen verdienen wird, als Offizier jedoch eine totale Fehlbesetzung wäre. Dass sie ihren beiden Soli zudem mit dunkel timbriertem Mezzo zu nachhaltiger Wirkung verhalf, vertiefte den prächtigen Eindruck dieser Interpretation. [...] 

März 2018, Joachim Weise , Onlinemerker

"Matthäus Passion" in Bad Bergzabern, 21.3.2013 Die Rheinpfalz: "Barocke Perle zur Passionszeit" von Gerit Polith

Vor der warmen, mit wunderbar weichem, sanft schwingendem Timbre und schlackenfrei durch alle Lagen lenkbaren Stimme und der ebenso klugen wie beseelten Interpretation der jungen Altistin Sophia Maeno konnte man sich nur andächtig verneigen. Ihr Gespür für Nuance, ihre unaufdringlich emphatische Gestaltung und ihre deklamatorische Disziplin, die selbst scheinbar Nebensächliches sorgsam platzierte, hinterließen nachhaltige Eindrücke, besonders bei der "Erbarme-Dich"-Arie.

1.12.2012 Die Rheinpfalz: "Raunende Spätromantik und pralles Leben" von Fred G. Schütz

Lebensprall bis frivol der zweite Konzertteil mit musikalischen (und textlichen) Humoresken (...) aus der Feder von Werner Mentzel, dem Vater der Mezzosopranistin. Kabinettstückchen für die großartige Sängerin, die bei den "Drei musikalischen Späßen" (...) ihr beträchtliches, schauspielerisches Vermögen auslebte. (...) Als Duo-Partner pflegten Maeno und Neubert einen traumwandlerisch sicheren Rapport untereinander. Die Mezzosopranistin war offensichtlich anstrengungslos jederzeit in der Lage, auch dynamisch jede Vorgabe des Pianos mitzugehen, ohne die Reinheit ihrer Stimme jemals einzutrüben. Ein anspruchsvolles Konzertprogramm von unprätentiös und makellos agierenden Künstlern präsentiert.